Michael "Dyne" Mieth

"Der erste Stoff, den wir uns für Leinwände geholt haben, sah aus als hätten ihn Ratten angefressen."

Der alternative Weg zur akademischen Malerei war für mich der Weg über die Urbanart, so entwickelte ich durch meine Motivation und Begeisterung zur Kunst, unterschiedliche Richtungen und Techniken selbst. Im Ausland bekannt wurde Michael Dyne Mieth bei einer Ausstellung internationaler Künstler in Kalkutta, Indien, im Museum der Birla Academy of Art and Culture, wo er seine mit Kaffee gemalten Kunstwerke präsentierte.

Er ist ein in Berlin lebender Maler, Bildhauer und Multimedia-Künstler, dessen Kunst international ausgestellt wird und aufgrund visionärer Motive immer wieder Aufsehen erregt. Zuletzt wurde sein Bild „Cara del Universo“ beim Gallery Weekend im curated art space Hotel Mond Fine Arts Berlin ausgestellt. Neben renommierten internationalen Künstlern wie Banksy, D*Face, KeithHaring und Jean-Michel Basquiat, war er als einziger Deutscher Künstler Teil der Gruppenausstellung.

Michael Dyne Mieth Neuinterpretation, Vis-à-vis von Pablo Picassos Original GUERNICA Gouache, in den Original Maßen von 3,50 x 7,77 m, wurde am Anfang dieses Jahres im Museum der Kaiserlichen Hofburg in Innsbruck ausgestellt.

Für sein monumentales Werk G18, ist der Berliner Künstler in einem Lincoln Continental über die Leinwand gefahren. Kennedy saß in einem solchen Wagen als er ermordet wurde. Er war für die meisten Menschen eine Symbolfigur. Er stand einerseits für Freiheit und gleichzeitig war er verantwortlich für den Eintritt der USA in den Vietnamkrieg. Mit seiner Interpretation von Picassos Guernica möchte der Künstler zum Ausdruck bringen, wie nah Krieg und Frieden beieinander liegen können. Außerdem stehen die Reifenabdrücke für die Spuren der Verwüstung. Es sind die Spuren der weltweiten Militärmaschinerie, die Chaos und Zerstörung in die Städte und das Leben der Menschen tragen. Mit dem Auto über die Leinwand – wie darf man diesen künstlerischen Ausdruck in Zusammenhang mit GUERNICA verstehen? Die zarte Linie von Krieg und Frieden, Gut und Böse, Friedenskämpfer und Terrorist, ist so aktuell und zeitlos wie die Spuren von Dyne Mieths und Picassos künstlerischem Werk. Die rotierende Dauerschleife von Heldentum und Tyrannei ist ein immer wiederkehrender und wechselnder Prozess, der seine tiefen Eindrücke in der Geschichte hinterlässt und wir sollten uns fragen, in welchem System wir stecken und was Unreflektiertheit anrichten kann, welche Spuren und Eindrücke wir hinterlassen.